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Presseberichte

Hier finden Sie einige Berichte, die über die Tierherberge erschienen sind. Die Berichte stammen aus Zeitungen wie dem Darmstädter Echo oder aus Online-Medien.

Fernsehberichtcfi | 31.03.2013

Offenbach-Post (21.03.2013)

Tierherberge Egelsbach vor dem Aus

Die Tierherberge in Egelsbach steht vor dem Aus, denn die Behörden wollen das Tierheim schließen. Die Tierfreunde wehren sich dagegen und sammeln Unterschriften.


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Zeitungsberichtcfi | 17.03.2013

Rhein-Main Extra Tipp (17.03.2013)

Ungewisse Zukunft für Tierheim und Hunde



Als ob er ahnen könnte, wie es um sein derzeitiges Zuhause steht, schaut dieser Hund traurig in die Ferne. Wie es für ihn und seine Artgenossen weitergeht, ist derzeit unklar.
© Foto: fabi


Tierherberge Egelsbach im verzweifelten Kampf mit den Behörden

Egelsbach – Hunde raufen fröhlich miteinander, liegen faul in ihren Hütten oder tapsen neugierig auf die Besucher in der Tierherberge Egelsbach zu. Nicht ganz so fröhlich geben sich die Mitarbeiter der Herberge sowie die Vorsitzenden Petra Franci und Corinna Michaelis. Bereits seit vergangenem Jahr droht der Einrichtung des Tier-Rettungs-Dienstes Frankfurt die Schließung durch das Bau- und Veterinäramt des Landkreises Offenbach.
Von Fabienne Seibel

„Es ist für uns nervlich sehr anstrengend, die Tierherberge unter diesen Umständen weiter zu betreiben. Doch wir haben uns entschlossen, den Kampf weiterzuführen“, sagt Petra Franci. Die Vorsitzende und die Mitarbeiter der Tierherberge Egelsbach haben aus Liebe zu den Tieren in den vergangenen Monaten viele Strapazen auf sich genommen.

Seit bereits über 30 Jahren befinden sich die Zwinger und Gehege an dem Platz hinter dem Egelsbacher Flughafen. Damals wurde alles ohne Baugenehmigung errichtet, woran sich der Kreis Offenbach jahrelang nicht störte. Seit 2007 kämpft die Herberge nun schon um ein Baurecht, denn seit August 2011 steht eine Räumungsklage im Raum. Das Veterinäramt hat dem Tierheim deshalb die Betriebserlaubnis entzogen. Seitdem kämpft Petra Franci gemeinsam mit ihrem Team um das Bestehen des Tierheims. Sie fordert: „Die Behörden sollen uns endlich die Chance geben, die Tierherberge auf legalen Füßen zu betreiben.“

In mehr als 50 umliegenden Städten und Gemeinden suchten die Verantwortlichen nach einem Gelände, auf das sie ihre Tierherberge verlagern können, doch die Suche brachte keine positiven Ergebnisse.

Franci beklagt: „Wir haben sehr viele Leute die hinter uns stehen und schon mehr als 12.500 Unterschriften für den Erhalt der Herberge gesammelt. Doch keiner will sich mal wirklich für uns einsetzen.“

Große Hoffnung legen die Tierliebhaber aus Egelsbach auf die geplante Protestaktion, die am Mittwoch, 20. März um 14 Uhr vor dem Kreishaus in Dietzenbach stattfinden soll.

Doch was wird aus den zahlreichen Hunden, wenn die Tierherberge, wie zur Zeit angedroht, das Gelände tatsächlich räumen muss? „Wir haben zur Zeit zirka 60 bis 70 Hunde hier. Davon sind ungefähr 20 Langzeitbewohner dabei. Wenn wir hier wirklich alles räumen müssen, ist besonders die Zukunft der Hunde, die schlecht oder gar nicht vermittelbar sind, ungewiss. Das ist sehr traurig, denn unsere Schützlinge liegen uns sehr am Herzen,“ sagt Vorsitzende Franci.


Anmerkung des Tier-Rettungs-Dienst-Frankfurt e.V.:
In der Druckausgabe des Rhein-Main Extra Tipp hatte sich bei der Anzahl der Unterschriften eine Null zu viel eingeschlichen!
Wir haben uns erlaubt, dies für die Veröffentlichung auf unserer HP zu korrigieren und damit der tatsächlichen Anzahl der Stimmen anzupassen .
C.F.



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Zeitungsberichtcfi | 15.03.2013

Dreieich Zeitung (14.03.2013)

Hilferuf gegen Willkür  Tierherberge: Verein ruft zu Protestaktion auf

TRÜBSALBLASEN wäre eine Möglichkeit, wie Zwei- und Vierbeiner auf die drohende Schließung der Egelsbacher Tierherberge reagieren könnten. Doch die Verantwortlichen des Trägervereins haben sich dafür entschieden, gegen die "Behördenwillkür" zu kämpfen, und hoffen auf Unterstützung der Bevölkerung. Foto:Sarasocke

Egelsbach (hs) – Im mittlerweile fünfjährigen, immer stärker eskalierenden Streit um die Zukunft der örtlichen Tierherberge setzen die Verantwortlichen des als Träger dieses Hunde-Asyls fungierenden Tier-Rettungsdienstes Frankfurt (TRDF) auf eine zweigleisige Strategie: Einerseits beschreiten sie den Gerichtsweg, um im Überlebenskampf gegen Bauaufsicht und Veterinäramt des Kreises Offenbach, die mit gebündelten Kräften gegen den Verein vorgehen, ein Urteil zu ihren Gunsten zu erlangen. Andererseits mobilisiert der Vorstand um die Vorsitzende Petra Franci verstärkt die Öffentlichkeit, um den Fortbestand der direkt neben dem Egelsbacher Flugplatz gelegenen Einrichtung zu sichern. So ruft die TRDF-Führungsriege beispielsweise für Mittwoch (20.) zu einer Protestaktion vor dem Kreishaus in Dietzenbach auf und hat zudem bei einer Pressekonferenz am Montag ein weiteres Mal auf das – ihrer Meinung nach – äußerst unfaire Agieren der Behörden aufmerksam gemacht und einen „Hilferuf“ abgesetzt.Bei dieser Gelegenheit ließ Petra Franci nicht nur die knapp 40-jährige Geschichte des seinerzeit illegal im sogenannten „Außenbereich“ der Gemeinde errichteten Domizils für einheimische Fund- und Abgabehunde sowie vor einem schlimmen Schicksal bewahrte bellende Vierbeiner aus dem europäischen Ausland Revue passieren, sondern fuhr auch schweres Geschütz gegen die zuständigen Stellen im Kreishaus auf. „Mit zum Teil haltlosen Behauptungen wird gegen uns vorgegangen“, sprach die TRDF-Vorsitzende von „Behördenwillkür“.

Diese harsche Kritik Francis bezieht sich vor allem auf die Argumentation des für die tierschutzrechtliche Genehmigung zuständigen Veterinäramtes. Dessen Vertreter, die in der Vergangenheit die Betriebserlaubnis der Tierherberge dreimal ohne jegliche Beanstandungen erteilt hatten, monieren Franci zufolge nun auf einmal das Fehlen geeigneter Räumlichkeiten für die Unterbringung der im Schnitt zwischen 60 und 70 Hunde und behaupten obendrein, dass das Personal nicht über die nötige Sachkunde verfügen würde.

„Beides ist schlicht unwahr, doch alles, was wir zur Widerlegung dieses Vorwurfs vorlegen, wird seitens der Behörden ignoriert“, empörte sich die Vereinsvorsitzende hierüber ebenso wie über die Unterstellung des Veterinäramtes, wonach der TRDF mit der Aufnahme und Vermittlung ausländischer Vierbeiner gegen eine Schutzgebühr einen gewerblichen Handel mit dem Ziel betreibe, Gewinne zu erzielen: „Mal ganz abgesehen davon, dass uns das Finanzamt nicht als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt hätte, wenn dies tatsächlich der Fall wäre, sprechen auch die Fakten ganz klar gegen diese Behauptung der Behörde.

“Nach Angaben Francis hätten nämlich im vergangenen Jahr den Ausgaben für Strom, Futter und medizinische Untersuchungen in Höhe von rund 230.000 Euro auf der Einnahmenseite lediglich rund 65.000 Euro für 281 vermittelte Hunde gegenübergestanden. „Daran wird ersichtlich, dass die uns entstehenden ­Kos­ten nicht mal ansatzweise durch die Vermittlungsgebühr abgedeckt werden, sondern wir auf Spenden angewiesen sind.“ Und so wehrt sich der Trägerverein der Tierherberge, der seit seiner Gründung im Jahr 1981 über 6.000 Hunde in ein neues Zuhause vermitteln konnte, vehement gegen eine Gleichstellung mit einem Gewerbebetrieb.

Weil der TRDF also aus guten Gründen nicht den von der Behörde geforderten Antrag auf gewerblichen Handel stellen wollte und konnte („Das wäre der Todesstoß für uns, da wir dann den Status der Gemeinnützigkeit verlieren würden und keine Spendenquittungen mehr ausstellen könnten“, so Franci), hat das Veterinäramt im Schulterschluss mit dem Bauamt des Kreises, das die baurechtliche Genehmigung für die vorhandenen Hundeunterkünfte verweigert, die Daumenschrauben angezogen: Im Januar erging die Verfügung des Kreises, wonach keine weiteren Tiere mehr aufgenommen werden dürften, der Hundebestand zum 15. April aufgelöst und das Gelände zum 1. Oktober geräumt werden müsse.

Obwohl der seit 2008 währende Kampf gegen das drohende Aus der Tierherberge die handelnden Personen des TRDF „langsam mürbe macht“, werfen Franci und Co. die Flinte nicht ins Korn. Vielmehr zeigen die engagierten Tierschützer, die seit Anfang 2012 rund 50 Städte und Gemeinden in der Region sowie die Katholische Kirche auf der Suche nach einem Alternativstandort erfolglos angeschrieben haben, nun eine Trotzreaktion. „Wir wollen den Kampf weiterführen, denn wir hängen am Standort Egelsbach und würden hier gerne unsere Tierherberge auf legale Füße stellen“, erklärt Franci.

Und so ist der Verein juris­tisch gegen die fatalen Anordnungen der Behörden vorgegangen – und scheint einen weiteren (kleinen) Erfolg erzielen zu können: Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat nun einen Vergleich vorgeschlagen, „mit dem wir zunächst leben könnten“, wie es Thomas Krampol formulierte. Laut dem als ehrenamtlicher Justiziar des Vereins fungierenden Rechtsanwalt wäre damit der „Sofortvollzug“ der Tierherberge-Schließung vom Tisch, allerdings dürften ab dem 15. April auch keine neuen Hunde mehr aufgenommen werden.

Ob sich die Gegenseite auf diesen Vergleich einlässt, entscheidet sich dieser Tage, doch unabhängig davon läuft das Hauptsacheverfahren in Bezug auf die baurechtliche Grundlage und die tierschutzrechtliche Betriebserlaubnis. Mit einer Entscheidung hierüber rechnet Krampol noch in diesem Jahr.

Und während Petra Franci vom Verhalten der vom Verein kontaktierten Politiker maßlos enttäuscht ist („Niemand setzt sich für uns öffentlich ein, nur hinter vorgehaltener Hand kriegen wir gesagt, dass wir eine gute Arbeit leisten.“), hofft sie auf die anhaltende Unterstützung der Bevölkerung, die sich bislang schon mit 12.500 Unterschriften für den Erhalt der Tierherberge ausgesprochen hat.

Und wer an der eingangs erwähnten Protestaktion teilnehmen will, sollte sich am Mittwoch (20.) um 14 Uhr vor dem Kreishaus in Dietzenbach, Werner-Hilpert-Straße 1, einfinden. Weitere Infos sind im Internet auf der Homepage des Vereins (www.tierherberge-egelsbach.de) erhältlich.


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Zeitungsberichtcfi | 13.03.2013

Frankfurter Allgemeine Zeitung (12.03.2013)

„Hilferuf“ für Egelsbacher Tierherberge




Heimstatt für Hunde: Blick in die Tierherberge Egelsbach, um deren Zukunft es einen Rechtsstreit gibt.
Foto: © Wohlfahrt, Rainer


11.03.2013 ·  Um das Tierheim am Rand des Flugplatzes Egelsbach zu erhalten, streitet der Trägerverein mit dem Landkreis Offenbach vor Gericht und sucht Unterstützer. Von Stefan Toepfer, Egelsbach 

Der Verein „Tierrettungsdienst Frankfurt“ verstärkt seine Anstrengungen, um die Tierherberge in Egelsbach weiter betreiben zu können. Nun wandte er sich in einer Pressekonferenz mit einem, so die Vereinsvorsitzende Petra Franci, „Hilferuf an die Öffentlichkeit“, und am 20. März soll es um 14 Uhr eine Demonstration vor dem Kreishaus in Dietzenbach geben. In dem Tierheim ist Platz für rund 60 Hunde, vor allem für solche, die aus dem Ausland stammen. Die Tiere werden an Privatleute vermittelt.

Anlass für den Protest des Vereins sind Einwände des Bauamts und des Veterinäramts des Landkreises Offenbach gegen den derzeitigen Betrieb. Im Zentrum stehen baurechtliche und veterinärrechtliche Fragen. So moniert der Kreis, dass auf dem Gelände illegal errichtete Gebäude stünden, für die es keine planungsrechtliche Grundlage gebe, und dass bis heute keine „Erlaubnis für den gewerbsmäßigen Tierhandel“ beantragt worden sei.

„Wollen eine vernünftige Lösung“
Der Streit wird mittlerweile vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt ausgetragen. Derzeit will der Trägerverein vor allem verhindern, dass die vom Kreisveterinäramt mit Verweis auf die fehlende Betriebserlaubnis zum 15. April angeordnete „Auflösung des Tierbestands“ Wirklichkeit wird. Dagegen hat der Verein geklagt. Nach Auffassung des Vereinsjustitiars Thomas Krampol könnte es noch in diesem Monat zu einem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich kommen. Danach müssten die Tiere das Heim nicht verlassen, es dürften aber auch keine neuen mehr aufgenommen werden.

Ungeachtet dessen würden die beiden sogenannten Hauptsacheverfahren zum Bau- und zum Veterinärrecht weitergehen. Dem Vergleich zuzustimmen falle dem Verein zwar schwer, „aber wir wollen eine vernünftige Lösung finden“. Den Sofortvollzug einer Abrissverfügung konnte er im vergangenen Jahr bereits verhindern.

Dass die Hundehütten einst ohne Genehmigung errichtet worden sind, bestreitet der Trägerverein nicht, kritisiert aber, dass dieses Kriterium jetzt gelten solle, wo der Kreis doch jahrzehntelang nichts zu beanstanden gehabt habe. Ein Gewerbe für das Heim anzumelden lehnt der Verein ab. „Er würde sonst seine Gemeinnützigkeit verlieren, dürfte keine Spenden mehr sammeln oder Erbschaften annehmen“, so Krampol. „Das wäre das finanzielle Aus für die Tierherberge.“ Franci wehrt sich gegen die „Unterstellung“ des Kreises, die Herberge sei ein Gewerbebetrieb: „Wir erzielen keine Gewinne.“

Kosten von 230.000 Euro im Jahr
Nach Angaben des Vereins lagen die Kosten für das Heim im vergangenen Jahr bei 230.000 Euro. Um die Hunde kümmern sich drei Tierpfleger und zwei 400-Euro-Kräfte. Zu Buche schlagen auch Ausgaben für den Tierarzt. An Einnahmen wurden aus der Vermittlungsgebühr für 281 Hunde 65 300 Euro erzielt. Der Rest musste über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Patenschaften erwirtschaftet werden. Das Gelände hat der Verein von der Hessischen Flugplatz GmbH gepachtet.

Der Streit begann vor etwa fünf Jahren, als der Verein ein Wohnhaus auf dem Gelände abreißen musste, in dem Privatleute die Tierschutzarbeit begonnen hatten. Der Verein wurde 1981 dort tätig. Franci hob hervor, sich intensiv nach einem anderen Standort umgeschaut, aber keinen gefunden zu haben. „Wir wollen für die Tierherberge kämpfen.“ Bisher hat der Tierrettungsdienst Frankfurt mehr als 12 500 Unterschriften gesammelt und dem Kreis übergeben. Kontakt gab es auch zu Politikern, von denen sich der Verein allerdings mehr Unterstützung erhofft hat.


KOMMENTAR
Das Tierheim sollte bleiben

11.03.2013 ·  Mehr als 50 andere Hunde leben in der Tierherberge Egelsbach. In der Vermittlung von zuvor vernachlässigten Hunden aus dem Ausland erfüllt sie eine wichtige Funktion.
Von Stefan Toepfer

Ob „Carolin“ aus Rumänien, „Kalif“ aus Polen oder „Moricz“ aus Ungarn - sie und mehr als 50 andere Hunde leben derzeit in der Tierherberge Egelsbach. Viele von ihnen stammen wie diese drei aus dem Ausland und sind unter schlimmen Bedingungen gehalten worden, manche wurden misshandelt.

Natürlich kann man sich fragen, ob es zur Aufgabe von Tierheimen gehört, Hunde aus dem Ausland zu beherbergen. Tatsächlich gibt es schon mit der Aufnahme, Pflege und Vermittlung „einheimischer“ Hunde genug zu tun - gleich, ob sie zum Beispiel irgendwo ausgesetzt und gefunden wurden oder ob es beschlagnahmte Kampfhunde sind, die nicht bei ihren Haltern bleiben dürfen. Aber wer sich auch nur oberflächlich mit dem Schicksal von Hunden in manchen süd- und osteuropäischen Ländern befasst, kann nicht umhinkommen, ihnen eine bessere Heimstatt zu wünschen.

In der Vermittlung jener Hunde erfüllt die Tierherberge Egelsbach, die weit über den Ort hinaus bekannt ist, einen wichtigen Dienst. Sie sollte deswegen bleiben, und die streitenden Parteien - das Tierheim und der Kreis Offenbach - sollten in ihrem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt eine Lösung finden.

Dass bau- und veterinärrechtliche Bestimmungen einzuhalten sind, versteht sich. Aber es ist nicht leicht zu vermitteln, warum der Landkreis die Einrichtung lange geduldet hat, jene Bestimmungen jetzt aber eine Schließung rechtfertigen können sollen. Einem Vergleich zuzustimmen, der offenbar im Zuge des veterinärrechtlichen Gerichtsverfahrens ansteht, wäre ein wichtiger Schritt, den beide Parteien gehen sollten, um die Situation erst einmal zu entlasten.

Folgt man dem als gemeinnützig anerkannten Verein „Tierrettungsdienst Frankfurt“, hat er in seinem Bemühen um den Erhalt des Heims kaum eine Lobby im Landkreis Offenbach und in Hessen. Vielleicht muss der Verein über seine bisherigen Anstrengungen hinaus tatsächlich noch mehr professionelle Netzwerkarbeit betreiben. Vielleicht aber - und der Verdacht kann auch entstehen - interessieren sich zu wenige Entscheidungsträger für Hunde wie „Carolin“, „Kalif“ und „Moricz“.


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Zeitungsberichtcfi | 13.03.2013

Frankfurter Neue Presse (12.03.2013)

Tierherberge auf solide Füße stellen


Petra Franci (von links), Cornelia Finkbeiner und Corinna Michaelis setzen sich dafür ein, dass die Tierherberge in Egelsbach bleiben kann.
Foto: Jost




Betreiber haben nun einen Anwalt eingeschaltet und wollen für ihr Bleiberecht kämpfen

Die Tierschützer hoffen auf den Kompromiss, dass die Hunde bleiben dürfen, wenn keine neuen Tiere aufgenommen werden. Bei Misserfolg gehe es in die nächste Instanz.

Egelsbach. Die Hunde bellen fröhlich durcheinander und spielen in ihren weitläufigen Gehegen miteinander. Wenn ein Hund im Tierheim landet, ist das selten schön, aber in der Tierherberge Egelsbach können sich die Vierbeiner zumindest artgerecht im Rudel miteinander bewegen und hoffen, dass sie bald ein neues Zuhause finden. Doch schon länger schwebt das Damokles-Schwert der Schließung über der Einrichtung des Tier-Rettungs-Dienstes Frankfurt, in der derzeit rund 70 Hunde auf einen neuen Besitzer warten.

Seit 30 Jahren sind die Ausläufe und Zwinger an dieser Stelle, hinter dem Egelsbacher Flugplatz - eine Genehmigung gab es allerdings nie. Seit 2007 bemüht sich der Verein um ein Baurecht und seit August 2011 steht eine Räumungsklage im Raum (wir berichteten). Das Kreisbauamt verlangt, dass der Verein das Gelände räumt, und das Kreisveterinäramt hat der Tierherberge die Betriebserlaubnis entzogen. Petra Franci und Corinna Michaelis kämpfen gerade an zwei Klagefronten.

Geeignetes Grundstück
"Wir waren schon so mürbe, dass wir beinahe einen Abräumvertrag unterzeichnet haben", erklärte Petra Franci gestern. Die Vereinsvertreter haben fünf Jahre lang vergeblich versucht, ein geeignetes Grundstück zu finden - sind aber immer wieder gescheitert. "Deswegen haben wir uns jetzt dazu entschieden, dass wir darum kämpfen werden, hier bleiben zu können. Wir wollen die Tierherberge auf solide Füße stellen." Die Frauen verstehen nicht, warum ihnen das vonseiten des Kreises Offenbach nicht ermöglicht wird: "Wir stören hier draußen niemand, auch das Bellen der Hunde hört niemand." Die Öffentlichkeit weiß der Tier-Rettungs-Dienst Frankfurt hinter sich. Der Verein hat schon mehr als 10.000 Unterschriften für den Verbleib in Egelsbach gesammelt. "Auch die Gemeinde hat sich bereits zu uns bekannt", sagt Franci. Allerdings gebe es jetzt nur noch den gerichtlichen Weg: Derzeit stehe ein Vergleich aus. Thomas Krampol, der Anwalt des Vereins, erklärte: "Es gab die Forderung, bis zum 15. April den Tierbestand aufzulösen, jetzt erwarten wir noch im März den Kompromiss, dass die Hunde bleiben dürfen, wir aber keine neuen Tiere aufnehmen dürfen."

"Fruchtloses" Gespräch
Das eigentliche Gerichtsverfahren über den Streit mit dem Kreisbauamt wird wohl in den kommenden acht bis zwölf Monaten entschieden. "Wenn das negativ für uns ausfallen sollte, gehen wir in die nächste Instanz", kündigte Petra Franci an. Die Gespräche mit Landrat Oliver Quilling (CDU) seien sehr "fruchtlos" verlaufen, bedauerten die engagierten Damen. (njo)


Anmerkung des Tier-Rettungs-Dienst-Frankfurt e.V.:
In der Druckausgabe der Frankfurter Neue Presse hatte sich bei der Anzahl der Unterschriften eine Null zu viel eingeschlichen!
Wir haben uns erlaubt, dies für die Veröffentlichung auf unserer HP zu korrigieren und damit der tatsächlichen Anzahl der Stimmen anzupassen .
C.F.



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