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Presseberichte

Hier finden Sie einige Berichte, die über die Tierherberge erschienen sind. Die Berichte stammen aus Zeitungen wie dem Darmstädter Echo oder aus Online-Medien.

Zeitungsberichtcfi | 07.04.2010

Wochen Presse (11.03.2010)

Spendenbereitschaft – Tierheime geraten oft in Vergessenheit

Knappe Kassen, weniger Spenden und Tiervermittlungen

Egelsbach (kk). Labrador-Mischling „Lucky“, der infolge einer Hirnhautentzündung unter motorischen Störungen leidet und in „seiner eigenen kleinen Welt“ lebt. „Jack“, der als American Staffordshire-Mix einer als Kampfhunde verschrieenen Rasse angehört. Oder der kleine „Mauerspecht“, der mehr als sein halbes Leben im Tierheim auf neue Besitzer wartet. Lucky, Jack und Mauerspecht zählen zu den rund 60 Hunden, die in der Tierherberge Egelsbach leben und eines gemeinsam haben: eine mehr oder weniger dramatische Vergangenheit. Oft handelt es sich um Fundtiere, misshandelte oder vernachlässigte Vierbeiner – die Zahl der Abgabetiere wächst jedoch ebenfalls stetig. Während bis vor einigen Jahren meist Zeitmangel oder Probleme mit dem Hund Gründe für die Abgabe im Tierheim waren, sind es heute knappe Haushaltskassen der Besitzer, die als Begründung herhalten. Schuld daran sind unter anderem die gesamtwirtschaftliche Lage und die steigenden Kosten für Tierarzt und Hundesteuer.
„Die Menschen sind gezwungen, kostenbewusster zu leben. Das macht sich auch bei den Ausgaben rund um das Haustier bemerkbar“, weiß Cornelia Finkbeiner von der Tierherberge Egelsbach. „Wir haben immer mehr Tiere hier, die Scheidungs- oder Trennungsopfer sind. Außerdem gibt es viele Hundehalter, die ihren Job verloren haben und sich den Vierbeiner nicht mehr leisten können.“ Zwar seien die „normalen“ Kosten für Futter, Leine, Körbchen und Co. noch erschwinglich – richtig teuer könne es allerdings im Falle einer Krankheit des Tieres werden.

Neubau in Planung – solide Unterkünfte für Zwei- und Vierbeiner


Die Tierherberge hat sich auf die Aufnahme von Hunden spezialisiert, die in Gruppen auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Gelände am Waldrand neben dem Flughafen Frankfurt-Egelsbach leben. Gegründet wurde das Tierheim vor über 30 Jahren von einer tierlieben Familie, seit 1981 ist es als gemeinnütziger und besonders förderungswürdiger Verein eingetragen. Seit September 2009 gehört  der Verein auch dem Landestierschutzverband Hessen und dem Deutschen Tierschutzbund an.
Bei der Tierherberge handelt es sich um keine städtische Einrichtung, sondern um eine Privatinitiative, die sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Schutzgebühren und Patenschaften und Spenden finanziert – die Behausungen der Tiere bestehen aus Holzhütten, an denen die Jahre deutliche Spuren hinterlassen haben. Auch das Büro der Angestellten, ein ehemals gebrauchter Containerbau, ist mittlerweile sichtlich angegriffen. Diese Situation soll sich laut Finkbeiner jedoch sobald wie möglich ändern: „Wir wollen aus der Grauzone des Geduldet-Seins heraus und haben vor, die Tierherberge komplett neu zu errichten und in eine Begegnungsstätte für Mensch und Tier umzuwandeln.“ Geplant sind neue Außengehege und Hundehäuser, so wie ein Haupthaus mit Quarantänestation, Arztzimmer als auch Büro-, Aufenthalts- und Seminarräume für das Tierheim-Team. Der Bauantrag sei bereits 2009 eingereicht worden, jedoch muss vorab die planungsrechtliche Grundlage, der Bebauungsplan für das Grundstück geschaffen werden. Hieran arbeite man mit Hochdruck und habe die notwendigen Schritte bereits eingeleitet. „Momentan warten wir auf einen Gesprächstermin beim Kreisbauamt, um alles Weitere mit den betroffenen Behörden klären zu können. Wir hoffen, dass es dann zügig vorwärts geht, da die Zeit drängt!“ berichtet Finkbeiner.
Auch die Frage der Finanzierung des Projekts muss noch gestemmt werden, verfügt die Herberge zwar über Sponsoren und Rücklagen, sind diese jedoch nicht ausreichend für den Neubau.
Bei einem Besuch des Egelsbacher Tierheims wird schnell klar, dass unterschiedliche Schicksale für die Situation der Vierbeiner verantwortlich sind. Cornelia Finkbeiner weiß zu jedem der „Langzeit-Insassen“ eine Geschichte zu erzählen. „Rund ein Drittel der Hunde bekommt bei uns ihr Gnadenbrot, einige von ihnen können leider gar nicht mehr weiter vermittelt werden. Ein weiteres Drittel hat fast keine Chancen, jemals ein eigenes Zuhause kennenlernen zu dürfen, da sie älter, krank oder verhaltensauffällig seien. Besonders problematisch stelle sich die Vermittlung der sogenannten Listenhunde dar, deren Haltung mit bestimmten Auflagen und höheren Steuern verbunden ist.“

In puncto Spenden werden Prioritäten anders verteilt

Personalkürzungen tragen dazu bei, dass sich der Satz „Beruf weg – Tier weg“ verstärkt in der Realität widerspiegelt. Doch auch die Spendenbereitschaft der Bürger, auf die alle Tierheime angewiesen sind, stellt sich anders dar als noch vor einiger Zeit. „Bei den Spendeneinnahmen ist insgesamt eine rückläufige Entwicklung zu erkennen“, so Finkbeiner. „Die Bereitschaft der Bürger ist zwar nach wie vor da, jedoch fallen die Einzelbeträge geringer aus.“ Gerade in Phasen, in denen die Menschen an anderen Stellen finanzielle Unterstützung leisten wie zu Beginn des Jahres 2010, mache sich der Spendenrückgang sehr deutlich bemerkbar.  Die Prioritäten werden anders verteilt, wenn in den Nachrichten Bilder von Katastrophengebieten wie Haiti gezeigt werden. Sicher sind gerade dort, wo akute Not herrscht, Spenden unersetzlich und unbedingt notwendig – Tierheime geraten dann jedoch oft in Vergessenheit.
Fínkbeiner erinnert daran, dass die Egelsbacher Einrichtung auch Arbeitsplätze schaffe und damit ihren sozialen Beitrag für die Gesellschaft leiste. Die Tierherberge beschäftigt zwei Vollzeitkräfte,
eine Teilzeitkraft, zwei Auszubildende und einen Hausmeister. Weiterhin wird Ein-Euro-Jobbern die Möglichkeit zur Rückkehr ins normale Berufsleben geboten, Praktikanten erhalten ganzjährig Einblicke in das Berufsbild des Tierpflegers und es wird die Möglichkeit zur Ableistung von so genannten "Sozialstunden" von den betroffenen Jugendlichen und Erwachsenen sehr häufig wahrgenommen. Hinsichtlich der angespannten Wirtschaftssituation müsse es im Allgemeininteresse liegen, jeden möglichen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz zu erhalten.
Bei allen finanziellen Engpässen gibt es jedoch auch Grund zur Freude in der Tierherberge: Etliche treue Sponsoren, darunter auch der Eigentümer des Pachtgeländes, geben zumindest teilweise Sicherheit und auch die Gemeinde Egelsbach steht in puncto Müllentsorgung unterstützend zur Seite. Außerdem finden sich zu den Öffnungszeiten dienstags, donnerstags und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr gerade bei gutem Wetter zahlreiche Hundefreunde ein, um mit den Vierbeinern Gassi zu gehen – was nach dem geplanten Neubau, der womöglich noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann, sicher weiter zunehmen wird. Die Hunde dürften dabei wohl diejenigen sein, die sich am Meisten darüber freuen können.

Weitere Informationen über die Tierherberge gibt es im Internet auf www.tierherberge-egelsbach.de sowie unter der Telefonnummer 06103/49336.

Fernsehberichtcfi | 13.02.2010

SAT1 - 17:30live - Regionalmagazin (11.02.2010)

Tierheime in Not

Im Rahmen der Berichterstattung über die finanziell alarmierende Situation in deutschen Tierheimen strahlte das Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen "17:30live" am 11.02.2010 einen Beitrag aus der Tierherberge Egelsbach aus.

Link zum Beitrag: http://www.1730live.de/aktuell/news/news-details/datum/2010/02/11/tierheime-in-not.html




Zeitungsberichtcfi | 13.01.2010

Offenbach-Post (13.01.2010)

Wird 2010 für Tierherberge ein Jubeljahr?

Egelsbach - Als Hund hat man wettertechnisch ein dickes Fell. Es sei denn, man ist Vertreter einer Kurzhaar-Rasse – oder zum ungünstigen Zeitpunkt geschoren worden. Als knackig kalt empfinden Mia, Hexe, Hanky und die knapp 60 übrigen Vierbeiner in der Tierherberge am Flugplatz ihr derzeitiges Dasein trotzdem allemal. Von Holger Borchard

Ein paar Hundemäntelchen mehr plus zwei, drei kleinere Heizkörper könnte der Verein schon noch gut gebrauchen.

Rundweg zum Jaulen wie noch vor zwölf Monaten ist die Lage in der vom Tier-Rettungsdienst Frankfurt betriebenen Einrichtung am Flugplatz freilich nicht mehr. Anfang 2009 hatten sibirische Verhältnisse mit zweistelligen Minusgraden geherrscht, was zeitweise die Strom- und Wasserversorgung den Geist aufgeben ließ. „Das haben wir im vergangenen Jahr zum Glück in den Griff bekommen“, berichtet Cornelia Finkbeiner, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Tierherberge zuständig ist. Stück für Stück wurde das Stromnetz stabilisiert; auch die Zeiten einer zugefrorenen Wasserpumpe dürften dank einer neuen Heizspirale der Vergangenheit angehören.

Bebauungsplan wäre erster Meilenstein

Futter, Wasser und Wärme sind somit gesichert, doch mehr als reine Instandhaltung des rund 3000 Quadratmeter großen Geländes ist nicht drin, so lange der Schatten der Vergangenheit über der Tierherberge schwebt. „Wir müssen endlich raus aus der Grauzone“, benennt Finkbeiner das Vereinsziel schlechthin für 2010. Vor Jahrzehnten ohne Genehmigung im Außenbereich errichtet, bedarf es der nachträglichen Legalisierung über einen rechtskräftigen Bebauungsplan. „Die Gespräche darüber laufen ja schon seit einiger Zeit und es sieht gut aus“, sagt Finkbeiner. Dazu trage sowohl das gute Verhältnis zur Gemeinde als auch zum neuen Mehrheitseigentümer des Flugplatzes, der Firma NetJets bei. „Der neue Flugplatz-Chef Siegmar Weegen hat uns zu den Gesprächen beim Bauamt begleitet“, so Finkbeiner.

Die angestrebte Rechtssicherheit über den Bebauungsplan wäre der erste Meilenstein für den Verein. Der zweite soll ein kompletter Neubau der Anlage sein, mit neuem Haupthaus, das Platz für Verwaltung, Lager und Personalräume bietet und natürlich mit neuen Gehegen, Hütten etc. für die vierbeinigen Bewohner. Rund 700.000 bis 800.000 Euro wird der Verein dafür benötigen – eine Summe, die er schlicht nicht hat. „Um auf Sponsoren zuzugehen, müssen wir aber erstmal etwas in der Hand haben“, gibt Cornelia Finkbeiner zu bedenken. Die nächsten Gesprächstermine, diesmal mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde und des Veterinäramts, stehen schon demnächst an.




Zeitungsberichtcfi | 01.01.2010

Erzhäuser Anzeiger (17.12.2009)

Große Spendenaktion von den Fünftklässlern der Hessenwaldschule für die Tierherberge Egelsbach

Eine große Leistung in Sachen Nächstenliebe, erbrachten unsere kleinen Mitbürger der Hessenwaldschule in Erzhausen, die in den gemeinsamen Religions- bzw. Ethik-Kursen der fünften Klassen unter dem Thema „Nächstenliebe und Einsetzen für andere“ eine große Spendenaktion für die Schützlinge der Tierherberge Egelsbach ins Leben riefen.

Die gesamte Aktion stand unter der organisatorischen Leitung von Frau Stark, Frau Bellner und Frau Sennhenn, die den Unterricht in den jeweiligen Kursen leiten.
Die Schüler verkauften eine Woche lang selbstgebackene Plätzchen und Waffeln in ihrer Schule, um mit dem Erlös den Schützlingen der Tierherberge Egelsbach zu helfen. Darüber hinaus sammelten sie noch Decken und Bettwäsche für die Polsterung der Hundekörbchen.

Dank dieser praktizierten Nächstenliebe und dem Einsatz für andere konnte am Donnerstag, den 03.12.2009 eine Spende von über 400 Euro an die Tierpflegerinnen und drei der Schützlinge der Tierherberge übergeben werden.

Die Tierherberge Egelsbach und ihre Bewohner bedanken sich ganz herzlich bei den eifrigen Schülern und den Kursleiterinnen für diese großartige Unterstützung, den tollen Einsatz und für die schöne Idee, das Thema Nächstenliebe in dieser Form umzusetzen!


Zeitungsberichtcfi | 05.09.2009

Darmstädter Echo (04.09.2009)

Neues Zuhause für Zorro und Lucky

Hunde: Herrchen gesucht beim Tag der offenen Tür am Sonntag im Tierheim Erzhausen

EGELSBACH. „Es wäre toll, wenn Zorro vermittelt werden könnte, oder Buka oder Lucky.“ Cornelia Finkbeiner vom Verein Tier-Rettungsdienst Frankfurt, der die Tierherberge in Egelsbach betreibt, hofft, dass am Sonntag (6.) viele der mehr als 60 Hunde einen neuen Besitzer finden. Auch wenn an diesem Tag der offenen Tür nicht vermittelt, sondern nur reserviert werden kann.

Hinter den Ehrenamtlichen liegt ein aufregendes Jahr. Nachdem die Unsicherheit über die Zukunft des Flugplatzes (durch drohende Insolvenz) und damit auch die Zukunft der Tierherberge – das Gelände gehört der Hessischen Flugplatz GmbH und jetzt Net-Jets – geklärt war, gibt es nun Probleme mit dem geplanten Neubau.
Im Juni stellten die Vereinsmitglieder beim Kreisbauamt in Offenbach einen Bauantrag. „Nun kam die Rückmeldung, dass als baurechtliche Grundlage ein Bebauungsplan für die Genehmigung des Bauantrags erforderlich ist. Aber das Argument ist für uns nicht nachvollziehbar, da dieser in der positiv beschiedenen Bauvoranfrage von 2004 nicht notwendig war“, erklärt Finkbeiner.

Jetzt stellt sich das Problem, dass die Tierherberge als Mieterin weder die Berechtigung hat, noch über die finanziellen Mittel verfügt, einen Bebauungsplan in Auftrag zu geben. „Zweckgebundene Spendengelder für einen Neubau können nicht für den Bebauungsplan verwendet werden“, erklärt sie weiter. In Kürze sollen nun Gespräche mit Net-Jets und der Gemeinde Egelsbach geführt werden. Sollte es keine Einigung geben, könnte dies das Aus für den Neubau und damit die Legalisierung des Tierheims bedeuten, erklärt Finkbeiner.

Für die Tierherberge gibt es keine behördliche Genehmigung, und alle alten Gebäude wurden ohne Baugenehmigung gebaut. „Außerdem ist die bauliche Substanz unserer Einrichtung mittlerweile so marode, dass dies kein haltbarer Zustand mehr ist.“ Was gebaut werden soll, wenn eine Genehmigung vorliegt, steht aber bereits fest: „Wir werden in Modulbauweise bauen, dann kann immer so weit gebaut werden kann, wie Geld da ist. Und außerdem muss der Betrieb ja weiterlaufen.“

Gelegenheit, um sich Staffordshire-Mischlingsrüde Zorro und seine Gefährten anzuschauen, haben die Besucher des Tags der offenen Tür am Sonntag von 11 bis 17 Uhr.
ane
4.9.2009