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Ein neues Zuhause

In diesem Bereich können Sie Berichte und Geschichten über unsere erfolgreich vermittelten Schützlinge nachlesen, die ein glückliches neues Zuhause gefunden haben.

Wenn Sie Ihren Bericht hier veröffentlichen möchten, so schreiben Sie uns eine E-Mail an info@tierherberge-egelsbach.de mit dem Betreff: Ein neues Zuhause.

Wir stellen Ihren Bericht dann hier ein (gerne auch mit einem Foto Ihres Schützlings).

Ein neues Zuhausecfi | 11.05.2009

Urlaub auf dem Boot

Hi!

Mein Name ist Flocki, genannt Flo. Ich komme zwar aus Ungarn, hatte aber eine Zwischenstation in der Tierherberge  Egelsbach, bis mich meine Zweibeiner dort abgeholt haben. Das ist jetzt schon fast vier Jahre her.

Ich wollte Euch mal von meinem letzten Urlaub berichten, war echt Toll. Ihr werdet mir das jetzt sicherlich nicht glauben, aber wir machen Urlaub auf einem Boot und das auch noch auf dem Wasser (bäh, wo ich Wasser von oben schon überhaupt nicht mag!!).
Zunächst sind wir ganz weit mit dem Auto gefahren, von Frankfurt bis an die Mecklenburger Seenplatte, das war schon ok. Auto fahren finde ich gut. Als das Boot dann endlich im Wasser war, hat es auch noch in Strömen geregnet, da bin ich nass geworden, bis ich an Bord war, igitt!
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es alles so zu sehen gibt, oh Mann! Auf jeder Seite vom Boot kann ich rausgucken und alles beobachten. Ich bin ohne Ende neugierig, sagt mein Frauchen. Aber das stimmt nicht, man muss sich informieren oder? Auf fast allen Booten ist ein Hund, alles „Bordhunde“, so wie ich. Nur wissen
die meisten schon besser Bescheid, aber ich lerne das noch, schließlich haben die auch mal angefangen!!

Ach ja lernen, da habe ich wohl noch so einiges zu tun. Gleich am ersten Abend bin ich abgehauen. Eigentlich war ich richtig stolz auf mich. So ganz alleine unbemerkt ab runter vom Boot und spazieren gehen.
Wiedergekommen bin ich auch, von ganz alleine sogar, aber das mit dem „Schwanzwedeln“ hat mir nichts geholfen, Herrchen und Frauchen haben trotzdem mit mir geschimpft.
Ins Wasser gefallen bin ich auch schon, das passiert halt, wenn man vom Boot will und die Leine für spazieren gehen nicht lang genug ist. Aber ich will mir doch unbedingt alles ansehen, die ganzen Federtiere eben (Enten, Schwäne usw.) und die vielen Leute (vielleicht kann man da überall schmusen?).

Das Bootfahren macht mir überhaupt nichts aus, auch die Schaukelei stört mich nicht. Manchmal stelle ich mich sogar ganz mutig mit den Vorderpfoten auf das Gangbord. Meine Ohren fliegen dann fast waagrecht im Wind, das sieht fast genauso wie bei Kate Winslet und Leo di Caprio in Titanic !!

Beim Gassi gehen trifft man ganz viele Hunde, da ist immer was los, überhaupt ist alles interessant, wir sind ja fast jeden Tag woanders. Das macht richtig müde, da schlafe ich viel, ich habe sogar eine eigene Decke bekommen. Neulich hat ein kleiner Junge zu mir gesagt, der Schmusehund hat eine Kuscheldecke, so wie Linus bei den Peanuts. Frauchen sagt aber, ich habe die Decke, will ich ein kleines Weichei bin und friere (das ist doch unfair, oder? Was kann ich dafür, das es im August so kalt ist?!)
Inzwischen ist das Wetter besser, so mit viel Sonne und warm, da kann ich Stunden in der Sonne liegen. Vielleicht werde ich ja noch brauner als ich es schon bin?

Bei uns läuft hier jeden Tag Hundefernsehen (Enten, Schwäne und Wasserhühnchen gucken), das ist richtiges Reality-TV. Manchmal schalten wir sogar in den Action-Kanal um, da ist total viel los, wenn Herrchen oder Frauchen Enten und das andere Federgetier füttern. Am liebsten würde ich jedes Mal reinspringen und mitmischen.

Das war vielleicht ein Tag heute, das kann ich Euch sagen! Morgens habe ich wie wild mit Romeo (so ein kleiner Mischling) auf dem Steg gespielt, mindestens ´ne halbe Stunde, bis uns beiden die Zunge aus dem Hals heraushing. Irgendwann später habe ich dann feststellen müssen, dass Wasser nass ist, iih ekelhaft!!
Dabei wollte ich doch nur hinter Frauchen herlaufen und plumps, lag ich im Wasser. Na ja, schwimmen muss ich nicht lernen, das kann ich schon! Später habe ich dann ewig für meine „Toilette“ gebraucht, ich musste mich doch putzen und mein Fell trocken lecken.

Ach ja, das muss ich Euch auch noch erzählen, was mir da neulich passiert ist. Da sind wir doch abends beim Spazierengehen an so einem komischen Kasten vorbeigekommen, am „Kasten des Schreckens“. Ich habe gar nicht gewusst, dass ich so einen Satz machen kann, aber ich bin so fürchterlich erschrocken über diese merkwürdigen Bewegungen auf dem Ding, dass ich ganz schnell nur weg wollte. Herrchen und Frauchen haben mich auch noch ausgelacht und gesagt, dass das nur mein eigener Schatten auf dem Verteilerkasten war, aber ich bin mir ganz sicher, dass das nicht stimmt!!

Heute waren Herrchen und Frauchen schwimmen, die haben versucht mich ins Wasser zu locken und mich gerufen. Aber ich habe der Sache nicht getraut, ist doch nass, das Wasser. Da falle ich nicht drauf rein, ich bin doch nicht blöd!!!

Frauchen sagt, ich habe ein eigenes Motto: Besser mitten drauf, statt nur dabei. Ist doch ok , oder? Ich bin halt ein kontaktfreudiger Hund! Am Ende muss ich sagen, es war ein richtig toller Urlaub, immer was los und von morgens bis Abends schmusen.

Viele Grüße, Euer Flo


Ein neues Zuhausecmi | 14.03.2009

Lasse ist ein Traum!

Hallo Tierherberge-Egelsbach Team,

eigentlich wollten wir ja nur unsere Futterbestände in der Tierherberge abgeben, da zwei Tage zuvor unser Hund Miky über die Regenbogenbrücke gegangen war. Noch am Tag davor waren wir zwar in Egelsbach, um Ausschau nach einem Zweithund zu halten, aber an diesem, für uns traurigen Tag, war daran eigentlich nicht mehr zu denken.

Aber wie das dann bei einem Tierfreund wohl so sein muss, konnte direkt ein Vertreter der Gattung Hund unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen: "Lasse" (alias Lars).

Im hinteren Bereich stand er; mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht und in freudiger Erwartung, dass wir mal an seinen Zaun ran kommen. Sein Kumpel im Gehege tat zwar alles, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, aber da hatte Lasse uns schon in seinen Bann gezogen. Keine Chance mehr für uns zu entkommen und so war die Entscheidung im Familienrat schnell getroffen.

Und eine Woche später war es dann soweit:

Ich weiß nicht, wer aufgeregter war, Lasse oder wir. Aber ich denke eher wir. Lasse zeigte keinerlei Scheu und Angst mit uns mitzugehen und den Hops ins Auto hatte er auch sofort drauf. Das mag daran liegen, dass ein Auto sein erstes Heim war (in Ungarn). Auf der Fahrt zeigte er sich wie ein ‚alter Hase‘, kein Jammern oder Bellen, einfach nur klasse der Lasse.

Im neuen Zuhause angekommen schaute er uns mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn an. Ein Treppenhaus und Stufen hatte er wohl zuvor noch nicht kennen gelernt, denn er verweigerte das Betreten der Stufen. Nach fünf Minuten und einer Handvoll Leckerlies schaffte er es dann in die Wohnung in den ersten Stock. Als er seine ersten Rundgänge beendet hatte, entschied er sich für das Schlafzimmer als Platz für den ersten Haufen und den ersten See. Wir sind also gleich wieder raus in den Park. Das mit dem Lösen hat er dummerweise genau falsch herum verstanden; als wir mit ihm von einer längeren Tour am Sonntagnachmittag zurückkamen, hatte er offensichtlich solange zurückgehalten, bis er endlich im Schlafzimmer den neuen Haufen absetzen konnte. Nach dem Motto: „ los nach Hause, ich muss mal“. Aber bereits nach ein paar Tagen (und noch ein paar wenigen Ausrutschern) hatte er den Dreh raus und heute (ca. 5 Wochen nach seiner Ankunft) ist das kein Thema mehr.

Als wir Lasse in der Tierherberge abgeholt haben, hatte noch eine Dame gesagt: „Lars, gell du benimmst dich!“ und das tut er. Lasse ist heute schon ein toller Hund, dem die Sonne immer aus dem A…. zu scheinen scheint. Aufgeweckt, fröhlich und einfach nur liebenswert und als Welpe natürlich sehr neugierig. Der eine oder andere Hausschuh musste schon dran glauben aber ansonsten sieht unsere Wohnung noch so aus wie früher. Wenn wir draußen sind, dann hat er seine Nase gerne am Boden und inspiziert seine Umgebung sehr genau. Anderen Hunden gegenüber verhält er sich sehr freundlich und diplomatisch. 2-3 mal in der Woche darf er in den Kindergarten (Hundegruppe Wolf, Griesheim) und auch hier zeigt er sich von seiner besten Seite und hat viel Spaß mit den Kumpels dort.

Insgesamt ist alles super fein. Wir freuen uns, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und haben viel Spaß mit dem Kleinen.

Viele Grüße

Wolfgang Bagge, Katja Dönch und natürlich Lasse


Ein neues Zuhausecmi | 14.02.2009

Speedy - ein Traum wurde wahr!!!

Hallo, liebe Tierfreunde,

dies ist die Geschichte von Speedy, einem jetzt 5-jährigen Schäferhund-Husky Mix aus Spanien..., den niemand wollte...
Aber der Reihe nach... Nachdem mein Mann und ich im März 2007 in unser eigenes Häuschen mit Garten gezogen sind, stand für mich fest: Ein Hund muss her!

Mein Mann (Hundeanfänger) blockte erstmal ab, aber ich konnte ihn schnell überzeugen und da ich schon einmal einen tollen Hund aus der Egelsbacher Tierherberge geholt habe, war für mich klar:
Der erste Weg führt nach Egelsbach.
Im Juli war es dann soweit: ich guckte ein bisschen im Internet und fand auch schnell einen Kandidaten, der uns ganz gut gefiel und wir machten uns an einem Sonntag Nachmittag auf den Weg, um eine Runde Gassi zu gehen.
Leider verlief der Spaziergang alles andere als harmonisch, da unser Wunschkandidat zu ängstlich war, eine Phobie bei Männern hatte und gleich nach meinem Mann geschnappt hat. Für einen puren Hundeanfänger nicht wirklich ideal.
Wieder im Tierheim angekommen, machte man uns dann auf Speedy aufmerksam, der von unseren Anforderungen wohl ganz gut zu uns passen würde (großer Hund, sportlich, lieb).

Tja, es war keine Liebe auf den ersten Blick, denn eigentlich war er uns schon zu alt mit seinen damals fast 5 Jahren, ein Schäferhund-Mix und eine Halskrause hat er auch noch getragen, da er aktuell von einem anderen Rüden gebissen wurde. Die Narbe hat sich über den rechten Hinterlauf gezogen... er war wirklich keine Augenweide. Trotzdem haben wir uns seine Geschichte angehört.
Er kam von einer befreundeten Tierschutzorganisation aus Spanien und dort hatte er sich schon total aufgegeben. Das Fell war total zerzaust, er war rappeldürr, die Schneidezähne oben und unten hat er sich bis auf ein paar Stumpen an den Gitterstäben abgewetzt; sich selbst angeknabbert und war wohl so apathisch, dass man gedacht hat, er stirbt. Daraufhin wurde er im April nach Egelsbach gebracht und dort erholte er sich langsam, aber die Liebe, Zuneigung und das Vertrauen lieber Menschen - die nur für ihn da sind - fehlte ihm natürlich auch hier.

An dem Sonntag hatten wir leider keine Zeit mehr, aber der Blick von diesem Hund ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Am nächsten Tag bin ich nach der Arbeit wieder hingefahren und mit Ihm spazieren gegangen. Herrje, er machte seinem Namen alle Ehre... ab ging die Post und ich hing an der Leine wie ein Fähnchen im Wind. Speedy eben? In dieser Woche bin ich 4 x dort gewesen und mit jedem Mal habe ich mich ein bisschen mehr in ihn verliebt und war überwältigt, wie lieb er einfach ist. An einem Tag war es so warm, da haben wir auf dem Feld eine Rast unter einem Apfelbaum eingelegt und wie ich so im Gras sitze, legt er sich neben mich, legt sein Kopf auf mein Bein und schaut mich mit seinen tiefen, brauen Augen an und da wusste ich: DEN, oder keinen... obwohl wir natürlich rein gar nichts über seine Vergangenheit wussten und uns das auch niemand sagen konnte... außer, dass er ein spanischer Straßenhund war und dort eingefangen wurde.

Mein Mann war erst etwas skeptisch, aber nachdem er auch einige Male noch mit Ihm spazieren war, waren wir uns einig und haben Ihn am 03. August 2007 in sein neues Zuhause nach Neu-Isenburg geholt. Er war ganz eingeschüchtert, wollte nicht ins Haus rein und hat uns mit großen Augen angeguckt. Der Schüssel mit dem leckeren Futter konnte er dann doch nicht widerstehen und schwupps, war er drin. Hat sich auf seine Decke gelegt und von der kam er die ersten 2 Wochen auch fast gar nicht mehr runter. Gassi gehen, Decke liegen, gucken und fressen... das war’s. Waren ja auch viele neue Eindrücke...

Irgendwann wurde er mutiger und kam auf einmal ins Wohnzimmer rein und dann auch die Treppen hoch, ins Büro und ins Schlafzimmer. Mittlerweile ist das alles kein Thema mehr. Vorne zur Haustür raus, nach hinten in den Garten gerannt, über die Terrasse wieder rein... vom Keller über 1. OG bis unters Dach... egal! Die Treppe ist kein Hinderungsgrund mehr.

Autofahren war am Anfang das Drama schlechthin. Er wollte um keinen Preis einsteigen (ich denke mal, das hatte damit zu tun, dass er mit dem Autotransport von Spanien kam und damit also nicht die besten Erinnerungen hatte). Ich habe ihm dann 6 Wochen lang sein Futter im Auto gegeben, dabei Zeitung gelesen, bin den Bürgersteig vor und zurück gefahren und habe ihm mit ganz viel Liebe und Geduld gezeigt, dass ihm dabei nichts schlimmes passiert und immer ein bisschen mehr gewagt und mittlerweile ist er so verrückt auf das Auto fahren, dass er schon ausflippt, wenn er nur das Klacken der Fernbedienung hört. Nachdem wir dieses Problem gelöst hatten, waren wir gespannt, was sonst noch so alles kommt... aber es kam nichts...

Er war vom ersten Tag an stubenrein; er bleibt problemlos alleine; hat noch nichts angefressen oder kaputt gemacht; fährt mittlerweile für sein Leben gerne Auto; ist ein richtiger Kampfschmuser; hat alle Nachbarn um den Finger gewickelt und holt sich seine täglichen Ration Leckerlis dort ab; er hört mittlerweile richtig gut ( Sitz, Platz, Bleib, bei Fuß, Hier, Nein, Pfote geben); liebt Kinder; andere Hunde/ Jogger / Radfahrer sind kein Thema; wir können ohne Leine spazieren gehen; er darf mich ins Büro begleiten und dort liegt er selig unter meinem Schreibtisch und wartet, bis unser Arbeitstag zu Ende geht. Einfach ein Traumhund!!!! Wenn es jetzt wieder wärmer wird, üben wir das Fahrrad fahren, aber ich bin mir sicher: So schnell, wie er alles andere gelernt hat, dürfte das auch kein Problem werden und im Herbst machen wir dann gemeinsam die Begleithundeprüfung. Dafür trainieren wir schon fleißig 2 – 3 x die Woche.

Gerade machen wir auch einen Schnupperkurs im Agility. Die ersten 3 Stunden haben wir schon hinter uns und da hat er richtig Spaß daran. Wenn er über die Hürden springen und durch den Tunnel flitzen darf, bekommt er sich vor lauter Freude nicht mehr ein und das Gebell ist groß!

Ein Highlight für ihn ist es auch, wenn wir uns die Jogging-Schuhe schnüren und er neben uns durch den Wald traben darf. Da leuchten seine Augen und er guckt einfach nur glücklich und zufrieden.Er hat unser Leben sooo bereichert und überzeugt alles und jeden mit seiner lieben und offenen Art. Wir möchten Ihn nicht mehr missen und können uns ein Leben ohne Ihn nicht mehr vorstellen!

Im Juli steht die erste gemeinsame Urlaubsreise auf dem Plan. Es geht 2 Wochen an die Ostsee in ein Ferienhaus. Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns drauf. Für Speedy wurde ein Traum wahr. Danke, dass wir diesem tollen Hund ein Zuhause geben durften!

Birgit & Volker Schmid