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Berichterstattungcfi | 11.11.2009

YVO ON TOUR

Wanderung an der Bergstrasse mit der Hunderunde ‚der rote Hund’

Samstag, 26. September 2009. Schon ganz früh wird Yvo von der Tierpflegerin Yvonne in das Gehege nahe am Eingang gebracht und muss dort alleine warten. Als Ellen Friedrich, die Organisatorin der Hundewanderung, ihn gegen 08:30 Uhr abholt, kann er sich noch nicht freuen – wer ist denn diese fremde Frau?
Viel Papier muss ausgefüllt und unterschrieben werden – schließlich ist das aus versicherungstechnischen Gründen kein Spaziergang um die Ecke. Alle Unterschriften auf dem Blatt und los geht’s im Auto in Richtung Bergstrasse.
 
Aber SO hat Yvo sich das nicht vorgestellt. Ja, vor die Tür, das will er. Auch der Weg zum Auto ist keine schlechte Idee aber EINSTEIGEN in diese Blechbüchse – das muss doch wirklich nicht sein. Beim Fahren wird auch offensichtlich, warum Yvo nur mit Unterstützung einsteigen konnte – er wird reisekrank. Geduld hat Yvo, die Spucke muss er jetzt auch noch haben. Viel Speichel und nur 30 Minuten später ist er froh, dass er wieder aus dem Auto aussteigen durfte.Um 10:00 Uhr setzt sich die Wandergruppe von fast 20 Menschen und 10 Hunden in Bewegung und erklimmt die Berge der Bergstrasse. Nach anfänglichem Staunen findet auch Yvo den Ausflug spannend und kommt mit allen! Hunden ohne Probleme klar. Da macht es keinen Unterschied ob Rüde oder Hündinnen, kastriert oder unkastriert. Menschen begegnet er, wie Hunden, vorsichtig, aber nicht ängstlich.
 
Während der ersten Rast kontrolliert Herr Yvo die abgestellten Rucksäcke – schließlich haben die Menschen leckere Brotzeit eingepackt und für ihn ist klar, das kann doch unmöglich alles ausschließlich in den Menschenmägen verschwinden! Ganz charmant und vorsichtig streckt er seine Nase in die gut duftenden Richtungen, lässt sich aber ganz schnell und ohne viel Getue davon überzeugen, dass er leer ausgeht. Denn, um dem Magen eine möglichst schonende Heimreise zu ermöglichen, gibt es für Yvo nur Wasser aber nichts zu Fressen! Die Pause auf der Terrasse des Restaurants verschläft er mit dem Kopf auf dem Rucksack von Vera.
Die Kühe auf dem letzten Stück des Weges nimmer er zur Kenntnis, die Anwesenheit von Wild im Wald auch. Alles ohne große Leidenschaft! Vielleicht würde er ab und zu mal ein Mäuseloch inspizieren – schließlich wohnt in ihm ja auch ein Portiönchen Terrier!
Die Fahrt zurück ist, wie die Hinfahrt, nichts, was Yvo auf seinen ‚was-ich-schon-immer-wollte’-Zettel schreiben würde. Aber bekanntermaßen hilft tägliches Autofahren gegen Übelkeit und in der Regel fahren auch diese Hunde nach wenigen Wochen gerne Auto.
Ich, Ellen, hoffe, Yvo findet den oder die passenden Menschen. Diese sollten Lust auf einen (noch) zurückhaltenden, freundlichen und witzigen Hund haben, der ganz sicher noch nicht alle Karten ausgespielt hat ?. Mein Herz hat er gewonnen und auch andere Mitwanderer waren von seiner netten und unkomplizierten Art begeistert.

Mit fest gedrückten Daumen warte ich auf den Tag, an dem ich im Internet lese – Yvo – Vermittelt – nicht ohne einen kleinen Wehrmutstropfen – ich hätte ihm gerne selbst ein neues zu Hause gegeben.Viel Glück und tolle Menschen für den weiteren Lebensweg von HERRN YVO!

Ellen Friedrich
www.derrotehund.de